Sonntag, 27. Januar 2013

Grünes Licht vom Doc

Chronik eines Medizinchecks

17:20 Ich betrete die Praxis. Verwundertes Augenreiben bei der Schwester - die neue Frisur sorgt für Wiedererkennungs-Schwierigkeiten :).

17:22 "Bitte nehmen sie noch einen Moment im Wartezimmer Platz."

17:22:30 Nachdem ich mich im anspruchsvollen Blätterwald des Lesezirkels für das geringere Übel entschieden habe lächelt mich die Schwester an: "Jetzt wird nicht gelesen, sondern Fahrrad gefahren."

17:25 Anlegen des Blutdruckmessgerätes, festsaugen der Ableitungskabel für das Belastungs-EKG, Probleme bei einer Spur...nur welche? Konsequentes und andauerndes An- und Absaugen von Ableitungsspuren...da ist sie wieder im Plot...Puhh, das wäre geschafft :).

17:30 Die erste Stufe ist ja echt zum Vergessen. Munteres Plaudern mit der Schwester. Für mich steht fest: 
Das wird ein ruhiges Schübchen...

17:45 Sämtliche Gespräche mit der Schwester sind zum Erliegen gekommen. Das liegt nicht an mangelnden Versuchen ihrerseits...bei mir stellt sich der Tunnelblick ein. Die Wattzahlen steigen ins schier unermessliche (zumindest fühlt es sich so an). "Bei Ihnen alles gut?"..."Na klar! :)"...schon bereue ich den Kraftaufwand bei dieser Äußerung. Die verbrauchten Kalorien hätte ich in meinen Oberschenkeln sinnvoller verwenden können. Sei`s drum: Ich komme locker rüber :). Alles kein Problem für einen eingefleischten Läufer. *Du schaffst das Franz!*

17:46 So langsam reicht`s...meine Brille ist schweißüberströmt, meine Oberschenkel brennen. Aber gerade hat die Schwester mir bescheinigt, dass nicht viele Leute hier so hohe Wattzahlen treten...Da hat sie mich an der richtigen Stelle erwischt...*Komm Franz, ein bissl geht noch!*

17:47 Aus und vorbei! 275 Watt für eine Minute. Mehr schaffe ich nicht mehr. "Ich kann nicht mehr." ..."Schaffen wir noch 45 Sekunden?" *Würg.* *Um Gottes Willen, nein*..."Aber klar!"...kurz vorm Zusammenbruch dann die Erlösung...

17:49 Einige Pulsmessungen folgen...Die Schwester zeigt sich über meinen zweiten Blutdruckwert besorgt. Dann tue ich das doch auch mal! Ich bin ja kein Hypochonder!? Aber es kann nix schaden!

17:55 Der Doc kommt! Was folgt geht runter wie Öl: Alles super, guter Fitnesszustand. Er fragt mich noch ein bissl nach meinem Training...Ja, Halbmarathon wäre drin. Und Marathon auch :). Okay, das will ich zwar gar nicht. Aber kann man sich ja mal merken...nur so...oder? :) Und mein zweiter Pulswert? Keine Spur von Problemen!

Damit hat der Doc auch grünes Licht für einen Start beim Oberelbe-Halbmarathon gegeben :). 


Mittwoch, 23. Januar 2013

Mein Laufjahr 2012 in Zahlen

Mein erstes zusammenhängendes Trainingsjahr liegt hinter mir! Und das hatte es gleich in sich. Meine ersten Wettkämpfe über 5, 10 und sogar knapp 15 Kilometer habe ich ebenso absolviert wie zahlreiche Trainingsläufe. Diese fanden mehr oder weniger im "Wohlfühltempo" statt. Die nackten Zahlen sagen...

  • 156 Läufe (das entspricht exakt 3 Laufeinheiten pro Woche)
  • 913,73 Kilometer (das entspricht einer durchschnittlichen Lauflänge von 5,86 km)
  • 98:11:14 Stunden reine Trainingszeit (das entspricht über 4 Tage Laufzeit)
  • 6:26 Minuten Pace im Schnitt
  • 153 Kilometer machen den Dezember zum Rekordmonat
  • Woche 49 war mit 44 Kilometern die beste Woche des Jahres!
  • 139,90 Euro kosteten meine ersten reinen Laufschuhe!
  • ca. 100 Euro kostete meine Tchibo-Laufkleidung, die ich mir im Oktober gönnte.
  • Wettkämpfe machten knapp 5,4 % meiner Laufkilometer aus.
Damit ist das Laufjahr 2012 für mich mehr als zufriedenstellend verlaufen. Dass ich soviel und vor allem so regelmäßig laufen würde, hätte ich Ende 2011 noch nicht gedacht. Und die neuen Laufschuhe gaben den absoluten Push im August...Danach stieg mein Laufpensum sprunghaft an! In diesem Sinne...

Mal sehen was 2013 herausspringt ;).

Samstag, 19. Januar 2013

Tolles Lauferlebnis beim 6. Wintercrosslauf in Jena

Unter der Schirmherrschaft von Väterchen Frost starteten heute ca. 150 Läufer über Distanzen von 400 bis 8000 Meter beim 6. Volksbank Wintercross Jena. Auch ich war mit von der Partie und war restlos begeistert: Eine tolle Strecke und super Wetter :).

Okay, zugegeben: Meine An- und Abreise verdienen das Prädikat "ökologisch wertvoll" nicht! Gegen 9.30 Uhr startete ich per Auto als Einzelperson...Asche auf mein Haupt!

Die einzigen kleineren Verzögerungen gab es dann gleich beim Meldebüro auf dem USV-Gelände. Eine Dreistigkeit durfte ich auch noch live miterleben: Überholen ohne einzuholen! Ein älterer Mann, eben noch hinter mir in der Schlange, will "nur mal kurz nach ganz vorne gehen und sich informieren". Gut, da will ich mal nich so sein ;). Er kommt zurück - gut so! Doch halt...Er ordnet sich ganz freimütig vor mir wieder ein. Und vorne angekommen hat er natürlich noch ne Sammelmeldung zu absolvieren und ist sichtlich überrascht von der Entrichtung des Startgeldes. Als ich seinen Verein sehe, wird mir alles klar (Jena-Zwätzen)...kurze Beileids-Gedanken und dann bin auch ich an der Reihe und starte mit der Nummer 29. Schnell noch umziehen und dann ab zum Warmmachen. Gegen 11.00 Uhr geht`s dann auch schon los:

Die Königsdistanz des heutigen Tages steht an: 8 Kilometer. Diese werden über 8 Runden zu je 1 Kilometer absolviert. Und schnell wird klar: Die haben es in sich. Viele Löcher, kleine Hügel, Schnee der einen stets zurückwirft und 2 steile Hügel gilt es Runde für Runde zu absolvieren. Puuhhh. Und einen Mitläufer aus meiner Laufgruppe habe ich auch schon entdeckt. Okay: Das ist purer Druck ;). Der muss hinter mir bleiben, sonst sind Depressionen vorprogrammiert :). Schon vorab: Er blieb hinter mir:). Ich startete im hinteren Teil des circa 60 Männer und Frauen umfassenden Feldes. Und nach 100 Metern gleich der steile Hügel...Hammer! Wie Biathleten im Eins-Einser und auch mit der gleichen Fußstellung geht es hinauf! Und dann im Affenzahn wieder runter. Einige Kurven später dann der zweite Hügel...glücklicherweise hatte ich diese Rampe vorher schonmal beim Warmmachen genommen. Da klappt alles reibungslos. Nach einiger Zeit habe ich mich dann auch gut ins Rennen reingekämpft und bin jetzt richtig drin. Peu à peu geht es an zahlreichen Läufern vorbei. Aber schon jetzt ist klar: Weit vor wird es nicht mehr gehen, dazu habe ich am Start eine zu große Lücke gelassen. Beeindruckend auch: Ein 78-jähriger kämpft sich wacker durch Schnee und über Hügel! Respekt! Und einige überrunden mich...da wird klar: Mir wird kein Respekt gezollt :P. Nach 41:28 Minuten dann die Erlösung: Mit Blutgeschmack im Mund geht es über die Ziellinie und sofort eilen Helfer herbei... um meinen Transponder vom Schuh zu schneiden :). Am Ende Platz 27 :).

Fazit: Ein super Laufevent! Strecke super! Wetter spitze! Und großer Kampf! Die Hochschulmeisterschaften waren da nur noch Nebensache :).

Montag, 14. Januar 2013

Hufescharren hat ein Ende!

Endlich ist es wieder soweit: Schluss mit lästigen Trainingskilometern und langweiligen Läufen ohne Mitstreiter! Am Samstag fällt der Startschuss zum 6. Wintercrosslauf in Jena. Diese Veranstaltung ist gleichzeitig der Aufgalopp für mein Wettkampfjahr. 

Über 8 Runden à 1000 Meter führt die Crossstrecke uns Läufer innerhalb des USV-Geländes über Bahn, Hügel und Finnbelag. Zusätzlich zur "normalen Wertung" bestreite ich quasi meine erste offizielle Meisterschaft :). Wirklich? Ja! Die Thüirnger Hochschulmeisterschaften im Wintercrosslauf. Natürlich gibt es hier nichts zu holen, aber vielleicht kitzelt die Teilnahme nochmal ein paar Prozentpunkte aus mir heraus.
Ziel ist eine Zeit Sub40.

Freitag, 11. Januar 2013

Fünf Events bis Mitte Mai

Wer bereits einen Blick unter "Wettkampfresultate" wagte, der ist bereits im Bilde: Im Winter sowie Frühjahr des neuen Laufjahres plane ich den Start bei 5 verschiedenen Laufveranstaltungen.

Den absoluten Höhepunkt bildet der Oberelbe Halbmarathon am 28.04.2013, der mich von Pirna bis Dresden führen wird und dabei fast nur entlang des Elberadweges verläuft. Die 21,0975 Kilometer markieren einen neuen persönlichen Rekord: Weder im Training noch unter Wettkampfbedingungen bin ich diese Distanz bis jetzt gelaufen. Das Hauptaugenmerk in der Vorbereitung liegt auf dem Üben des Zieleinlaufes sowie dem stilsicheren Überstreifen der Finisher-Medaille :).

Doch zunächst steht eine weitere Premiere an: Mein erster echter Crosslauf. Der 6. Volksbank Saaletal Wintercross wird in 8 Runden innerhalb des USV-Sportgeländes in Jena absolviert und beinhaltet die Thüringer Hochschulmeisterschaften im Crosslauf zu denen ich mich optimistischer Weise ebenfalls gemeldet habe. Für mich ist es trotz allem eine schnelle Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen. Mal schauen was nach der Winter-Wettkampfpause rausspringt...

Am 09. März schließt sich ein Kreis :). Vor einem Jahr "sprinteten" Tim und meine Wenigkeit in 52:25 Minuten über den Greizer Asphalt und beendeten unseren ersten Wettkampf ohne Petrus' Segen ;). Insofern ist der 143. Greizer Straßenlauf über 10 Kilometer ein Fingerzeig: "Sub50" wäre ein schöner Erfolg!

Der Härtetest für den Halbmarathon findet am 20. März beim Heineparklauf in Rudolstadt statt. Der 10km-Kurs ist Teil des SaaleCups - wodurch ich 2 Fliegen mit einer Klappe schlage ;). Ein Zeitziel wird es nicht geben, allerdings sollte die Pace schon in etwa der Halbmarathon-Pace entsprechen. 

Knapp 2 Wochen nach dem Halbmarathon starte ich bereits zum zweiten Mal beim Jenaer Firmenlauf für das Uniklinikum Jena über die 5 Kilometer. Im internen Ranking würde ich hier ganz gerne den einen oder anderen Platz gut machen.

Es erwartet mich also ein intensives Frühjahr mit vielen Trainingskilometern und dem Highlight Halbmarathon. Ich freu mich drauf :).

Donnerstag, 10. Januar 2013

Petrus öffnet die Schleusen...

Willkommen im Jahr 2013! Nach einigen Tagen voller Weihnachts- und Silvesterstress sowie Besinnlichkeit hat ein neues, hoffentlich erfolgreiches Laufjahr begonnen. Der erste Start des Jahres war mir noch nicht gegönnt: Den Hufeisenlauf konnte ich aufgrund einer Oberschenkelzerrung, einer Prellung des kleinen Zehs und des Auskurierens einer Erkältung nicht wahrnehmen. Sei`s drum...

Am gestrigen Mittwoch startete auch die Laufgruppe erstmals nach dem Jahreswechsel. Circa 200 Meter nach dem Start konnte Petrus nicht mehr einhalten und der Himmel öffnete seine Schleusen. Im Fußball würde man sagen: "Fritz Walther Wetter"! Beim Laufen ist es "Franz Carlsen Wetter" :). Alle anderen Mitläufer (immerhin 4) hatten auf den knapp 11.000 Metern keine so große Affinität zu den Wettererscheinungen. 

Auch wenn die Beine sich beim Start schon im Zustand "Blei" aufhielten und sich diesen bis zum Schluss auch nicht mehr nehmen ließen, war es ein schöner Start mit der Laufgruppe. Auf ein Neues kommenden Mittwoch!